Qualitäts-Leitbild Unterricht (QLB-Unterricht)

Ein gemeinsam erarbeitetes QLB-Unterricht stellt die Basis für unser alltägliches Handeln in unserem Kerngeschäft, dem Unterricht, dar. Es enthält Werte (Leitbildsätze), für deren spürbare Umsetzung im Schulalltag einige wenige Standards (Indikatoren) vom Kollegium diskutiert und schließlich festgelegt wurden.  Diese Standards sind Leitplanken, an denen jede Kollegin, jeder Kollege sein Handeln ausrichtet. Möglicherweise müssen individuelle Schwerpunkte gesetzt werden, weil nicht alle aus den Standards folgenden Maßnahmen gleichzeitig umgesetzt werden können.  Insofern bietet das QLB-Unterricht auch eine Orientierung für die individuelle Weiterentwicklung der Kolleginnen und Kollegen oder für die Unterrichtsentwicklung in den Lehrerinnen und Lehrer-Teams. Im Rahmen des Lehrer-Schüler-Feedbacks können Kolleginnen und Kollegen individuell gesetzte Schwerpunkte  integrieren und damit die Wirksamkeit überprüfen.

Die Festlegung dieser Standards bedeutet nicht, dass weitere, den Leitbildsätzen entsprechende Maßnahmen unerwünscht sind. Selbstverständlich soll jede Kollegin, jeder Kollege darüber hinaus seine individuellen Vorstellungen zur Umsetzung der gemeinsamen Leitbildsätze verwirklichen können.

Die Leitsätze und insbesondere die Standards werden hinsichtlich ihrer Umsetzbarkeit, Wirksamkeit, Angemessenheit, Aktualität, … in sinnvollen zeitlichen Abständen evaluiert und ggf. weiterentwickelt.


Wir gestalten die Beziehung zu unseren Schülerinnen und Schülern freundlich, wertschätzend und respektvoll.

  • Wir sprechen unsere Schülerinnen und Schüler mit Namen an.
  • Wir grüßen unsere Schülerinnen und Schüler.
  • Wir leisten unseren Beitrag dazu, dass sich unsere Schülerinnen und Schüler im Unterricht wohlfühlen.


Wir fördern ein lernfreundliches Klima.

  • Wir verstärken bewusst positive Verhaltensweisen, indem wir unsere Schülerinnen und Schüler zielgerichtet loben.
  • Zwischen den Schülerinnen und Schülern und dem Lehrerteam der Klasse bestehen abgestimmte verbindliche Vereinbarungen über lernförderliches Verhalten (z.B. Gesprächsregeln, Art und Weise der Kommunikation, gegenseitige Unterstützung, …).
  • Zwischen den Schülerinnen und Schülern und dem Lehrerteam der Klasse bestehen abgestimmte verbindliche Vereinbarungen über die Gestaltung und den Umgang mit der Lernumgebung und über die verfügbaren Arbeitsmittel.
  • Wir nutzen Fehler als Chance für Reflexion und Weiterentwicklung.


Wir gestalten die Lehr- und Lernprozesse so, dass Schülerinnen und Schüler ihr Lernen selbstverantwortlich steuern können.
 

  • Wie machen die Ziele und Inhalte des Unterrichts und den Nutzen der verwendeten Methoden transparent.
  • Wir stellen Unterlagen zur Selbsteinschätzung des Kenntnisstandes (z.B. „Ich-kann-Liste“) und zur Reflexion des Lernverhaltens (z.B. „Selbstbeobachtungsbogen“) zur Verfügung.
  • Das Lehrerteam vermittelt gezielt und nach Absprache im Team Methoden, um eigenverantwortliches Lernen zu fördern.
  • Wir nutzen überwiegend schülerorientierte Methoden in unserem Unterricht (z.B. Projektarbeit, SOL, …).


Auf Grundlage der geltenden Notenbildungsverordnung gestalten wir die Leistungsbeurteilung und Notengebung 

  • Wir geben die Berechnung der Jahresnote den Schülerinnen und Schüler zu Beginn des Schuljahres bekannt.
  • Wir geben die Kriterien zur Bildung der Teilnoten der nicht schriftlichen Leistungsbereiche den Schülerinnen und Schüler zu Beginn des Schuljahres bekannt.
  • Wir geben den Notenschlüssel / die Punkteskala den Schülerinnen und Schüler bekannt.
  • Die Punkteverteilung einer KA steht auf dem Aufgabenblatt.
  • Auf Nachfrage nimmt sich die Lehrperson Zeit, eine Leistungsbeurteilung zu begründen und zu überprüfen.
  • Die Lehrperson verwendet aussagekräftige Bewertungskennzeichnungen bzw. einen Kriterienkatalog mit Angabe des Erfüllungsgrades.
  • Die Lehrperson holt Feedback ein über die Nachvollziehbarkeit der Leistungsbeurteilung (evtl. im Rahmen des Feedback unter Punkt 5).


Wir nutzen Feedback als Chance das Lernen unserer Schülerinnen und Schüler bestmöglich zu fördern.

  • Die Schülerinnen und Schüler erhalten regelmäßig Feedback-Gelegenheit.
  • Wir holen Feedback zeitnah und fokussiert ein.
  • Wir besprechen Feedback und entwickeln gemeinsam Maßnahmen mit den Schülerinnen und Schülern, die wir umsetzen.
  • Wir überprüfen mit den Schülerinnen und Schülern, ob die durch Feedback abgeleiteten Maßnahmen umgesetzt wurden.



Wir achten darauf unsere persönliche und kollektive Unterrichtsqualität weiterzuentwickeln.

  • Wir nutzen die Kooperationszeit, um uns regelmäßig (z.B. einmal im Monat) zu treffen und uns zu fachlichen und pädagogischen Themen auszutauschen.
  • Wir stellen unsere Unterrichtsmaterialien fachschaftsbezogen gegenseitig zur Verfügung und tauschen uns darüber aus.
  • Wir besuchen unsere dualen Partner, um unsere Schülerinnen und Schüler in ihrer Arbeitswelt kennen zu lernen.
  • Wir bereiten den Unterricht spezifisch für eine Lerngruppe vor und verwenden aktuelle und praxisnahe Problemstellungen aus der Arbeits- und Lebenswelt der Schüler.
  • Wir besuchen Fortbildungen, um uns fachlich auf einem aktuellen Stand zu halten.
  • Wir setzen uns mit verschiedenen Feedback-Methoden (z.B. Kollegiales Feedback) auseinander und erweitern damit unsere Feedback-Kompetenz.
  • Wir evaluieren regelmäßig unser professionelles Handeln und leiten entsprechende Maßnahmen daraus ab.