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Unterricht trotz(t) Corona

Unterrichtsort in Corona-Zeiten – ein Einblick bei Herrn Link

Nach zwei Wochen „Corona-Unterricht“ habe ich mich wie viele meiner Kolleginnen und Kollegen inzwischen in vier verschiedene Kommunikations-Plattformen eingearbeitet, jede Menge Lernapps erstellt und hunderte Mails geschrieben und gelesen. Obwohl ich mich -trotz allgemeinbildendem Lehrerinnen-Dasein- nicht als völligen IT-Dummie beschreiben würde, schwirrt mir vor lauter Chats, Sprachkanälen und Videokonferenzen der Kopf und ich kontrolliere ständig, ob Webcam oder Mikro noch an sind.

Es ist mühsam, sich täglich Neues anzueignen und alle Materialien so aufzubereiten, dass man sich selbst weitestgehend überflüssig macht, zumindest übergangsweise. Und es ist vor allem mühsam, auf das zu verzichten, was Unterricht so großartig macht, nämlich den direkten Austausch und die tausend Möglichkeiten das Lernen zu gestalten. Doch nach zwei Wochen Schulschließung dämmert mir so langsam, dass es trotz allem -und auch wenn es den „normalen“ Unterricht nie ersetzen kann- hervorragende Alternativen gibt. Weil ich in den letzten Tagen viele kreative und tolle Alternativen mitbekommen habe, die meine Kolleginnen und Kollegen sich selbst und den Schülerinnen und Schülern erschlossen haben, um den Unterricht und das Lernen am Laufen zu halten, folgt eine Bestandsaufnahme der momentanen digitalen Unterrichtswelt in der its. Übrigens, mindestens genauso kreative und überzeugende Ideen kamen von den Schülerinnen und Schülern selbst.

Meine erste kleinlaute persönliche Erkenntnis gilt Moodle: Für mich eine bisher völlig verkannte Lernplattform, die ich in den letzten Tagen zu schätzen gelernt habe. Hier besteht die Möglichkeit, einen strukturierten und organisierten Unterricht wochenweise anzubieten, Material gebündelt oder sortiert bereitzustellen, Schülerabgaben zu bestimmten Zeitpunkten einzufordern, Klassenchats und Foren einzurichten, in denen Schülerinnen und Schüler sich untereinander und mit der Lehrperson austauschen können, und vieles mehr.

Abgesehen von MS Teams, webex und Co ist für mich discord zu einem nennenswerten Tool geworden. Die Schülerinnen und Schülern initiierten eine Zweckentfremdung der Gaming-Plattform als Unterrichtsplattform und überredeten mich und noch einige weitere Kollegen erfolgreich, dorthin zu folgen. Inzwischen in vielen Klassen und Kursen etabliert, eignet sich discord vor allem für den direkten und unkomplizierten Austausch, ob über eine kurze Besprechung in einem der Sprachkanäle, das Besprechen einer Aufgabe mithilfe des geteilten Bildschirms in der Konferenz oder Nachfragen per Chat.

In guter Gesellschaft ist der Kollege Borgert, der von MS Teams überzeugt ist: Er habe in MS Teams bereits einige Live Besprechungen mit zwei seiner Klassen gehalten und dabei eine Art Ersatzunterricht durchgeführt. Dabei könne er den Schülerinnen und Schülern etwas erklären, sie würden ihn sehen und hören und er teile auch seinen Bildschirm, so dass sie wiederum sehen könnten, was er sehe und bei der Programmierung, etc. vormache. Schülerinnen und Schülern könnten dann Fragen stellen, entweder mündlich übers Mikrofon oder im Besprechungschat schriftlich und er könne diese direkt beantworten oder auch an den Rest zurückgeben.

Dass digitaler Unterricht auch kollaborativ funktioniert, wird in GK bei Herrn Zeh deutlich. Über OneNote arbeiten Schülerinnen und Schüler an einem gemeinsamen Dokument und können sich – wie im klassischen Unterricht eben auch- gegenseitig helfen und ergänzen. So können außerdem Themen und Diskussionen über Tage gemeinsam weiterentwickelt werden.

Auch über geteilte Pinnwände (z.B. bei learningapps.de) klappt online eine gemeinsame Ideensammlung und -strukturierung gut. Dort lassen sich Lerninhalte auch in spielerischen Formaten aufbereiten und so zudem recht unterhaltsam von den Schülerinnen und Schülern üben und wiederholen.

Schließlich lässt sich konstatieren, dass wir von dem digitalen Luxus, in dem wir an der it.schule leben, doch im Moment sehr profitieren und das ein oder andere Tool vielleicht endlich mal die unterrichtspraktische Aufmerksamkeit erhält, die es schon längst verdient hätte.

In diesem Sinne, erfolgreiches und unterhaltsames digitales Schaffen allerseits!

 sv

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