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Auf schnellem Weg zum IT-Spezialisten

Warum studieren? Es gibt auch speed.it !

 

Studium abgebrochen – was dann? Speed.it heißt seit Kurzem das Zauberwort für all diejenigen, die ihr Mathe-, Physik-, Informatik- bzw. Wirtschaftsinformatikstudium an den Nagel gehängt haben.

Nach dem Abi studieren – für viele Gymnasiasten scheint dies beinahe ein Naturgesetz, um irgendwann einmal Karriere machen zu können. Nicht selten jedoch klaffen im Laufe der Semester große Lücken zwischen Wunsch und Realität. Sei es, dass man sich unter dem gewählten Studienfach etwas anderes vorgestellt hat oder die Berufsaussichten weniger rosig sind als gedacht. Auch finanzielle Engpässe können die Motivation bei einem Studium ausbremsen. Studienabbrüche sind also nicht selten – mit steigender Tendenz, geht der Trend doch seit einiger Zeit zur ständigen Höherqualifizierung mit entsprechend gewachsenen Anforderungen.

Alexander Schmitt gehört zur ersten Generation von Azubis, die an diesem Modell teilnehmen. Der ehemalige Informatik-und Physikstudent schmiss nach vier Semestern sein Uni-Studium. „Zu viel Theorie, zu wenig Praxis und zu physiklastig“, begründet der 25jährige seine Abkehr vom akademischen Lehrbetrieb. Er wandte sich an die IHK, erfuhr von speed.it, bekam verschiedene potentielle Arbeitgeber genannt und ergatterte schließlich seinen Ausbildungsplatz als Fachinformatiker-Anwendungsentwicklung in einem Stuttgarter Medienunternehmen. Seinen Schritt hat er nicht bereut. „Es war die richtige Entscheidung unter den damaligen Bedingungen. In einer Ausbildung ist man sofort ins Geschehen eingebunden und kann aktiv mitgestalten.“

Jeanette Reinhard, Ausbilderin von Schmitt, sieht das Ganze ähnlich positiv. „Für dynamische Betriebe wie unseren ist ein Auszubildender, der schon etwas älter ist und eine gewisse fachliche Erfahrung mitbringt, attraktiv. Die Einlernzeit ist kürzer, der Betreuungsaufwand geringer, die Lernbereitschaft höher, und man kann so jemanden schneller in Projekten einsetzen. Man merkt den Unterschied zu einem Azubi, der gerade von der Realschule gekommen ist, ganz deutlich.“

Speed.it wurde als Modell zunächst bei der IHK Karlsruhe in Zusammenarbeit mit einem privaten Bildungsträger ins Leben gerufen, dann fast zeitgleich auch von den IHKen Stuttgart und Berlin in Zusammenarbeit mit öffentlichen Bildungsträgern und interessierten Firmen aus der Taufe gehoben. „Die Anregung kam ursprünglich von den Studienabbrechern selbst“, sagt Markus Tränkle, bei der IHK Stuttgart für dieses Projekt zuständig.

Symbolbild Speed.it

In der Region Stuttgart läuft der verkürzte Ausbildungsgang – Teilnahmevoraussetzung mindestens 2 Semester Studium mit 20 Credit Points – seit Februar und ist bisher ausschließlich an der it.schule angesiedelt. Hier war der IT-Verantwortliche Bassem Serhan maßgeblich am Zustandekommen des Modellprojekts beteiligt, das am Ende dieses Schuljahres – also nach einem Zyklus – aus der Pilotphase in den Standardmodus übergehen wird.

Da der Bekanntheitsgrad dieses Programms anfangs noch nicht sonderlich hoch war, fielen die zwei Einstiegsklassen mit elf bzw. zwölf Schülern relativ klein aus. Sie werden daher momentan in einem Klassenzimmer unterrichtet, was angesichts der überdurchschnittlichen Motivation auch gut funktioniert.

Noch gibt es zwei Beschulungsrhythmen – die zweijährige Ausbildungsklasse hat einen Tag pro Woche Unterricht, die Schüler mit der 18-monatigen Ausbildungszeit müssen anderthalb Tage an der Schule erscheinen. Aus organisatorischer Sicht ist es nicht ganz einfach, die verkürzte Ausbildung in den normalen schulischen Rhythmus einzubinden, überdies hat sich die Zweiteilung des Tages – d.h. vormittags im Betrieb arbeiten und nachmittags die Schulbank drücken – als nicht ganz optimal erwiesen, weswegen zukünftig wohl nur die zwei-Jahres-Regelung angewendet wird.

Das Lehrerteam Nathalie Münsterberg, Isolde Russ und Bassem Serhan sieht Speed.it als zukunftsträchtigen Weg zu einer beruflichen Karriere und als „Chance für Leute, die aufgrund des nicht zustande gekommenen Studienabschlusses dennoch nicht ohne qualifizierten Ausbildungsabschluss bleiben wollen “, so Isolde Russ, die allgemeine Wirtschaftslehre unterrichtet. Sie ist besonders angetan von der Motivation und dem Einsatz ihrer Schüler: „Ihnen ist bewusst, dass sie in relativ kurzer Zeit eine anspruchsvolle Ausbildung absolvieren.“

Ähnlich sieht es BWL-Lehrerin Nathalie Münsterberg. Auch sie ist begeistert vom Engagement und der Arbeitshaltung der Auszubildenden und nicht zuletzt auch von der technischen Unterstützung durch Office 365, was sie als sehr hilfreich empfindet. „Die Schüler haben auch von zuhause aus Zugriff auf das Unterrichtsmaterial und können jederzeit online Fragen an den Lehrer stellen.“

Inzwischen überlegt man bei der IHK, ob ein ähnlicher Speed-Ausbildungsgang nicht auch für andere Berufssparten eingerichtet werden könnte – etwa für Studienabbrecher aus BWL, VWL oder Wirtschaftswissenschaften, denen sich z.B. als Bankkaufleute neue Berufsperspektiven eröffnen würden. Interesse seitens der Betriebe sei schon da, weiß Markus Tränkle, nun müssten noch Berufsschulen gefunden werden, um das Ganze zu initiieren.

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