Blutspendetag 2018

Grippewelle lässt viele nicht zum Aderlass

Der Werbekoffer des DRK

Wie schon traditionell zu Beginn jedes Jahres hat die it.schule, federführend geplant und organisiert durch Mitglieder der SMV mit Schülern der J1 des TG, auch diesmal am 13. März wieder gemeinsam mit dem DRK die Blutspendeaktion durchgeführt.

Ziel der Aktion ist es, Menschen zu helfen, die dringend Blutkonserven benötigen. Leider hatte aber diesmal die Grippewelle einen Großteil an Spendewilligen daran gehindert, ihren wertvollen Lebenssaft abzugeben.

Wie also gestaltete sich der Ablauf der Blutspendeaktion?

Bevor es an den eigentlichen Aderlass ging, wurden zunächst einige Informationen über den Spender abgefragt.

Anfangs musste deshalb jeder ein Formular mit Fragen zu Vorerkrankungen, eventuell konsumierten Drogen oder einem etwaigen vorangegangenen Gefängnisaufenthalt ausfüllen.

Formular für Blutspende

Die eigentliche Prozedur startete mit dem Anlegen des Stauchschlauches, der Desinfektion der Armbeuge sowie dem Legen der Nadel. Nicht selten gab es Schülerinnen und Schüler, die die Nadel nicht als sehr angenehm empfanden, trotzdem hielten sie tapfer durch, bis die benötigten 500ml abgegeben waren.

Doch was passiert mit dem Blut?

Nach Abgabe werden die Blutbeutel gekühlt in einem Wagen nach Ulm in ein Labor gefahren. Dort werden die Bestandteile des Blutes getrennt. Da praktischerweise der Spendenbeutel aus mehreren Einzelbeuteln besteht, kann das Blut in Thrombozyten, Erythrozyten und Plasma getrennt werden, ohne den Beutel zu öffnen und eine mögliche Kontamination durch Fremdkörper zu riskieren. Zusätzlich darin findet sich noch ein weiterer Beutel, der eine gerinnungshemmende Flüssigkeit enthält. Diese sorgt dafür, dass das gespendete Blut nicht verdickt und unbrauchbar wird. Sollte sich im Nachhinein entgegen der Angaben auf dem Fragebogen doch ein Infektionsrisiko heraussstellen, wird das Blut im Labor vernichtet.

Die Blutspender auf den Liegen

Und was sagten nun die Spender zu dieser Aktion? Einhellig waren alle der Meinung, dass es wichtig sei, gemeinsam denen zu helfen, die ihre Hilfe benötigten.

Obwohl einige der Spender/-innen vor Nadeln oder dem Anblick von Blut Angst hatten, wagten am Ende alle diesen Schritt und waren schließlich richtig stolz auf sich und ihre Mitschüler.

Viele nahmen einen positiven Eindruck von der Blutspendeaktion mit und wollen sich bald wieder zur Verfügung stellen.

Aufgrund der diesmal relativ überschaubaren Beteiligung plant das DRK im November dieses Jahres einen weiteren Blutspendentag. Bleibt zu hoffen, dass dann die nächste Grippewelle noch nicht zugeschlagen hat.

Text und Fotos: René Reinsdorf E1FS3CT

Redaktion: da